Wissenswertes – Geschichte von CBD

Die Hanfpflanze unterlag seit den dreissiger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts einem Verbot und auch heute ist Hanf noch in vielen Ländern verboten. Dabei ist mittlerweile bekannt, dass Hanf wertvolle Inhaltsstoffe enthält, die nachweislich lindernd auf viele Beschwerden und Krankheiten wirken. CBD ist ein Bestandteil der Hanfpflanze, welches ein sehr breites Wirkungsspektrum vorweist. Deshalb erhält es zunehmend mehr Beachtung und ist heute frei verkäuflich. Hanf diente in früheren Zeiten hauptsächlich als Nutzpflanze, wobei einige heilende Wirkungen ebenfalls bekannt waren.

Hanf als Nutzpflanze

Cannabis gehört zur Familie der Hanfgewächse (Cannabaceae). Aus den Fasern der Stängel können Seile hergestellt werden. Die Samen lassen sich zu Speiseöl verarbeiten. Aus den Blüten und Blättern lässt sich ein ätherisches Öl produzieren. Es wird davon ausgegangen, dass die Hanfpflanze aus Zentralasien stammt. Cannabis sativa L. wurde von den Chinesen vermutlich bereits um 2.800 vor Christi als Nutzpflanze verwendet. Die Samen dienten ihnen als Nahrungsmittel und auch die Stängelfasern nutzten sie zur Herstellung von Seilen.

Die Hanfpflanze fand im Laufe der Zeit seinen Weg in andere Länder. Um 450 vor Christi wurde sie von den Griechen und den Ägyptern zur Herstellung von Kleidung verwendet. In Europa galt Hanf neben Flachs und Nessel als eine der wichtigsten Pflanzen zur Fasergewinnung. Im Zeitraum vom Mittelalter bis zur Neuzeit wurde Hanf unter anderem zur Herstellung von Waffen verwendet. Die robusten Fasern wurden als Sehnen für Langbögen genutzt. Später diente Hanf als Rohstoff für die Papierherstellung. Gutenberg hat seine Bibel 1455 auf Hanfpapier gedruckt. Auch die Unabhängigkeitserklärung Amerikas aus dem Jahre 1776 druckte man auf Hanfpapier. Im 17. Jahrhundert wurden fast alle Segel, Flaggen, Netze und Seile aus Hanffasern hergestellt. Seemannskleidung bestand ebenfalls aus diesen Fasern, denn die wasserabweisenden und reissfesten Eigenschaften waren für diesen Zweck ideal.

Mit der Herstellung von Kunstfasern im zwanzigsten Jahrhundert verlor Hanf mehr und mehr seine Bedeutung als Nutzpflanze. Schon vorher wurde Hanf aufgrund neuer Techniken zurückgedrängt. Im achtzehnten Jahrhundert wurde die Baumwollspinnerei mechanisiert und ab dem neunzehnten Jahrhundert wurde Holz für die Herstellung von Papier verwendet. Letztlich führte die Anti-Hanf-Kampagne durch Harry J. Anslinger 1930 zum Verbot des Hanfanbaus, das weltweit für fast alle Länder galt.

Erforschung von Hanf und seinen Bestandteilen

Hanf wurde bereits sehr früh als Heilpflanze genutzt. In dem Buch „Heilkräuter nach Shennong“ (Shen nung pen Ts´ao Ching) des Urkaisers Shennong wurde Cannabis als medizinisches Heilmittel beschrieben, das gegen Rheuma, Malaria und weitere Beschwerden und Krankheiten hilft. Es wird vermutet, dass dieses Buch aus dem Zeitraum um 2.800 vor Christi stammt. Wahrscheinlicher ist es, dass es zwischen 300 bis 200 vor Christi geschrieben wurde. Auch im Mittelalter diente Hanf als Heilmittel und man linderte damit Wehenschmerzen sowie Schmerzen nach der Geburt.

Die Forschung von Hanf begann in den siebziger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts. 1973 wurde eine Studie aus Brasilien veröffentlicht, die sich bereits um CBD drehte. Das Ergebnis der Untersuchungen zeigte eine deutliche Verringerung von Epilepsie bei Tieren durch die Gabe von Cannabidiol. 1974 konnte diese Wirkung auch bei Menschen nachgewiesen werden. Ausserdem stellte man fest, dass CBD beruhigend und angstlösend wirkt und einen positiven Einfluss auf Schlafstörungen nimmt.

CBD wurde weiter erforscht und so konnte in der Mitte der siebziger Jahre belegt werden, dass Cannabidiol die Übelkeit lindern kann, an der viele Patienten leiden, die sich einer Chemotherapie unterziehen. 1982 konnte die antipsychotische Wirkung von CBD nachgewiesen werden. Es folgten weitere Studien und durch die Untersuchung der Cannabinoide – zu denen auch THC und CBD gehören – entdeckte man das Endocannabinoide System im menschlichen Körper. Mit diesen neuen Erkenntnissen konnte Hanf sowie CBD noch besser erforscht werden.

Erste Tests an Menschen wurden 1995 durchgeführt. Es zeigte sich, dass es Patienten durch die Einnahme von CBD besser ging. Ebenso konnte wissenschaftlich nachgewiesen werden, dass sich aufgrund des hohen antioxidativen Anteils in Cannabidiol verschiedene Krankheiten wie Alzheimer und Parkinson therapieren lassen.

Aufhebung des Hanfverbots und erstes medizinisches Cannabis

In den neunziger Jahren wurde das Verbot des Hanfanbaus in vielen Ländern wieder aufgehoben. Zudem erfolgten weitere Studien und in Oregon, Washington und Alaska wurde medizinisches Cannabis zugelassen. Die Firma GB Pharmaceuticals erhielt Ende der neunziger Jahre die Lizenz für das Medikament Sativex, das Cannabinoide enthält (THC und CBD). Sativex wird bei Multiple Sklerose zur Schmerzbehandlung und gegen mittelschwere bis schwere Spastik angewendet. Besonders bei Patienten, die auf andere Spastiktherapien nicht ansprachen, kann dieses Medikament erfolgreich eingesetzt werden.

Das Interesse an CBD nahm stetig zu, sodass es immer wieder neue Untersuchungsergebnisse gab und gibt. Unter anderem sind mittlerweile folgende Wirkungen von CBD nachgewiesen:

In der Krebsforschung wird CBD weiter untersucht und auch andere Untersuchungen bezüglich der Wirkung von CBD werden durchgeführt.

Betroffene von chronischen Schmerzen können sich mittlerweile medizinisches Cannabis (das neben CBD auch THC enthält) vom Arzt verschreiben lassen. Allerdings ist es immer noch schwierig einen Arzt zu finden, der medizinischem Cannabis offen und positiv gegenüber steht – obwohl das Betäubungsmittelgesetz gelockert wurde und zahlreiche Studien die Wirkungen bestätigen. Mit Hilfe dieser Liste wird die Suche nach einem Arzt leichter: Liste mit Ärzten, die Cannabinoide und Cannabis verschreiben.

CBD Produkte ohne THC sind mittlerweile frei verkäuflich erhältlich.

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