Wissenswertes – Rechtslage von CBD

Wie sieht die Rechtslage von Cannabidiol aus? Sind CBD Produkte legal? Alle frei verkäuflichen CBD Produkte sind gesetzlich erlaubt. Für die Legalität dieser CBD Produkte muss der THC-Anteil unter 1 Prozent liegen. Wird dieser THC-Anteil überschritten, dürfen die Produkte nicht legal verkauft werden. Das medizinische Cannabis kann nicht frei erworben werden, denn es ist verschreibungspflichtig. Das vom Arzt ausgestellte Rezept muss in der Apotheke eingelöst werden. In der Schweiz wurde bisher ein medizinisches Cannabis-Produkt zugelassen.

Was passiert bei einer Drogenkontrolle durch die Polizei, wenn man CBD eingenommen hat? Fällt der Drogentest positiv auf? Um Unklarheiten zu beseitigen, geben wir Antworten auf diese und weitere Fragen.

Frei verkäufliche CBD Produkte sind legal

In der Schweiz wurde vor einigen Jahren das Betäubungsmittelgesetz BetmG gelockert. Seitdem dürfen CBD Produkte legal und frei verkauft und gekauft werden. Bedingung für die Legalität ist es, dass der THC-Gehalt in den CBD Produkten unter 1 Prozent liegen muss. Wird diese Vorschrift eingehalten, darf CBD legal gehandelt und erworben werden.

Für Hanfblüten gilt dasselbe Gesetz. Sie werden den Tabakersatzprodukten zugeordnet und werden deshalb mit der Tabaksteuer besteuert.

Medizinische CBD Produkte waren in der Schweiz bis Mitte 2018 nicht erlaubt. Seit dem 28. Juni 2018 ist ein Präparat zugelassen. Dabei handelt es sich um Epidiolex® - ein CBD-Monopräparat, welches unterstützend zur Therapie von dem Lennox-Gastaut-Syndrom und dem Dravet-Syndrom eingesetzt wird. Zur Behandlung dieser beiden schweren Epilepsieformen muss Epidiolex® vom Arzt verschrieben werden. Das Medikament ist somit ausschliesslich auf Rezept in der Apotheke zu erhalten.

In fast jedem CBD Produkt ist THC enthalten. Die Hersteller möchten ihre Produkte frei verkaufen und sind somit darauf bedacht, die gesetzlichen Bestimmungen streng einzuhalten. Die frei verkäuflichen und legalen Produkte enthalten somit einen hohen Anteil an CBD und einen THC-Anteil unter 1 Prozent. Einige Hersteller bieten auch CBD Produkte an, die komplett frei von THC sind.

Verboten und illegal ist folgendes: Die Hersteller frei verkäuflicher CBD Produkte dürfen keine Heilversprechen geben.

Einnahme von CBD und Drogentest bei Verkehrskontrollen: Was passiert?

Welche Konsequenzen hat ein Drogentest bei der Verkehrskontrolle, wenn man CBD eingenommen hat? Auch manche Unternehmen führen Drogentests durch und die Frage vieler CBD-Anwender ist, mit welchen Folgen zu rechnen ist. CBD entfaltet dann seine volle Wirkung, wenn es regelmässig eingenommen wird. Genau hier liegt das Dilemma: CBD ist gesetzlich erlaubt, aber aufgrund des THC-Anteils können Probleme bei Verkehrskontrollen entstehen.

Man geht davon aus, dass CBD die Fahrfähigkeit nicht beeinträchtigt. Beim regelmässigen Konsum von CBD-Tabakersatzprodukten kann jedoch der THC-Grenzwert im Blut überschritten sein. Dieser Grenzwert liegt in der Schweiz bei 1,5 Mikrogramm pro Liter Blut. Sollte sich beim Drogentest herausstellen, dass der Grenzwert höher liegt, gilt die Person als fahrunfähig.

Möchte man CBD regelmässig einnehmen und dieses Problem umgehen, könnte CBD in Deutschland gekauft werden. Dort ist der erlaubte THC-Gehalt in CBD Produkten geringer und darf maximal 0,2 Prozent betragen. Mit dieser geringen Menge an THC gibt es bei Drogentests keine Probleme. Ausserdem bieten einige Schweizer Hersteller CBD Produkte ohne THC an.

So bleiben Nutzer von CBD auf der legalen Seite

Beim Kauf von CBD Produkten sollte auf den THC-Gehalt geachtet werden, der in der Schweiz unter 1 Prozent liegen muss. Zudem sind auf dem Markt CBD Produkte zu bekommen, die gar kein THC enthalten.

Falls der Arbeitgeber Drogentests durchführt, sollte das Gespräch mit dem Chef gesucht werden. Dafür ist es empfehlenswert, ein paar Informationen über CBD zusammenzustellen, sodass eventuelle Missverständnisse geklärt werden können.

Bei der Ein- und Ausfuhr von CBD Produkten sind ebenfalls Regeln zu beachten. Bei der Einfuhr eines CBD Produktes mit einem hohen CBD-Anteil und einem THC-Gehalt von unter 1 Prozent in die Schweiz benötigt man ein batchspezifisches Analysezertifikat, das sich genau auf dieses Produkt bezieht.

Für die Ausfuhr solcher CBD Produkte kann die Swissmedic kein No-Objection Certifikate ausstellen. Dies hängt mit den internationalen Bestimmungen des Einheitsabkommens für diese Produkte zusammen.

Kauft man nun bei Coop die in der Schweiz legalen Kiffer-Zigaretten, dürfen diese nicht in Deutschland eingeführt werden. Auch andere in der Schweiz legalen CBD Produkte sind in Deutschland nicht erlaubt. Dies liegt an dem THC-Anteil in den CBD Produkten: In Deutschland darf dieser Anteil höchstens 0,2 Prozent betragen. In der Schweiz sind CBD Produkte mit einem Anteil unter 1 Prozent erlaubt.

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