Wissenswertes – Unterschied Cannabisöl und CBD-Öl

CBD-Öl darf nicht mit Cannabisöl verwechselt oder gleichgestellt werden, obwohl beiden gesundheitsfördernden Wirkungen zugeschrieben wird. Während CBD vom Betäubungsmittelgesetz ausgeschlossen ist, fällt Cannabisöl unter dieses Gesetz. Wo die Unterschiede liegen, wird folgend erklärt.

Verschiedene Hanfsorten für unterschiedliche Produkte

Hanfpflanzen enthalten unter anderem Cannabinoide, zu denen auch THC (Tetrahydrocannabinol) und CBD (Cannabidiol) gehören. Je nach Hanfsorte variiert der Gehalt an THC und CBD. Durch Züchtungen kann der Anteil eines Cannabinoides beeinflusst werden. Somit gibt es mittlerweile Hanfpflanzen mit einem hohen CBD-Gehalt und einem sehr niedrigen THC-Gehalt. Zur Herstellung von CBD-Öl werden in der Schweiz Hanfpflanzen verwendet, deren THC-Anteil unter 1 Prozent liegt. Dieser Anteil wird durch bestimmte Extraktionsverfahren noch geringer, sodass sich im freiverkäuflichen Endprodukt weniger THC als in der Hanfpflanze befindet.

Für die Herstellung von Cannabisöl werden Hanfpflanzen mit einem höheren Gehalt an THC verwendet. Deshalb fällt Cannabisöl unter das Betäubungsmittelgesetz und darf nicht frei verkauft werden, sondern es ist nur auf Rezept zu bekommen. THC wirkt psychoaktiv. Aus diesem Grund wird Cannabisöl in der Umgangssprache auch „THC-Öl“ oder „Haschischöl“ genannt. Daneben gibt es noch das Hanföl, das durch Kaltpressung der Samen hergestellt wird. Hanföl ist ein Nahrungsmittel, das weder CBD noch THC, dafür aber Omega-3, Omega-6 und andere ungesättigte Fettsäuren enthält.

Für den Anbau von Hanf mit hohem THC-Anteil benötigt man in der Schweiz eine besondere Bewilligung. Das bedeutet: Sobald der THC-Gehalt der Hanfpflanze mindestens 1 Prozent beträgt, muss eine Ausnahmebewilligung für den Hanfanbau erteilt werden. Diese Bewilligung erhält man nur dann, wenn der Anbau von Hanf der Arzneimittelentwicklung, der wissenschaftlichen Forschung oder der begrenzten medizinischen Anwendung dient. Für die Herstellung von CBD-Öl wird sogenannter Nutzhanf angebaut, der auch in der Textilindustrie verwendet wird. Diese Hanfpflanzen beinhalten weniger als 1 Prozent THC.

Im legalen und frei verkäuflichen CBD-Öl befinden sich ein hoher Gehalt an CBD und ein THC-Anteil von unter 1 Prozent. Im verschreibungspflichtigen Cannabisöl liegt der THC-Anteil teils deutlich höher und kann zwischen 50 und 80 Prozent betragen.

Gesundheitliche Wirkungen von CBD und Cannabisöl

THC, CBD und andere Cannabinoide stimulieren die endocannabinoiden Verbindungen im menschlichen Organismus. Diese Proteinverbindungen werden in Cannabinoid-Rezeptor 1 und Cannabinoid Rezeptor 2 unterteilt. CB 1 ist hauptsächlich in den Nervenzellen enthalten und hier besonders im Hippocampus, im Kleinhirn und in den Basalganglien. CB 1 befindet sich zudem im peripheren Nervensystem. CB 2 ist in den Immunsystem-Zellen enthalten. Ausserdem befindet es sich in den Zellen, die am Knochenauf- und abbau beteiligt sind.

Die Cannabinoide können die Aufgaben von CB1 und CB 2 beeinflussen. Durch den hohen Gehalt an THC in Cannabisöl wird unter anderem auf die Koordination, die Bewegung, die Emotionen, die Gehirnfunktionen und die Sinneswahrnehmungen Einfluss genommen. Cannabisöl kann Schmerzen lindern, Ängste mildern, aber ebenso bewusstseinsverändernde und psychoaktive Wirkungen auslösen. Die letztgenannten Effekte können bei CBD-Öl nicht auftreten, da in diesem Öl der THC-Gehalt unter 1 Prozent liegt und CBD nicht psychoaktiv wirkt.

Cannabisöl wirkt unter anderem:

CBD-Öl wirkt unter anderem:

Die Wirkungsbereiche dieser beiden Mittel sind wesentlich grösser als an dieser Stelle aufgezeigt. Zum Teil haben Cannabisöl und CBD-Öl dieselben positiven Effekte auf die Gesundheit, denn es wirken dieselben Mechanismen von THC und CBD. In der Medizin wird davon ausgegangen, dass durch die Kombination beider Substanzen einige Wirkungen verstärkt werden, wobei die Ausprägung einzelner Wirkungsbereich unterschiedlich intensiv ist.

Laut Rechtslage darf CBD-Öl aufgrund des niedrigen Gehalts an THC legal verkauft und verwendet werden. Cannabisöl enthält deutlich mehr THC und ist verschreibungspflichtig. Es ist nur auf Rezept in der Apotheke erhältlich.

Anwendungsbereiche von CBD-Öl

Mit CBD-Öl lassen sich viele Beschwerden und Krankheiten lindern. Unter wirkt sich CBD positiv auf Stimmungsschwankungen, chronische Schmerzen und Schlafstörungen aus. Es hat einen schmerzlindernden, entkrampfenden und entspannenden Effekt. Somit kann CBD auch bei nervöser Unruhe, Stresssymptomen und Migräne angewendet werden. Anders als Cannabisöl erzeugt CBD keine berauschende Wirkung. Mit dem Wirkungsspektrum beschäftigt sich auch die Forschung und es gibt mittlerweile zahlreiche Studien, die viele positive Effekte von CBD belegen.

Von CBD-Öl nimmt man täglich wenige Tropfen ein. Bei zu hoher Dosierung können Nebenwirkungen auftreten.

Medizinische Anwendungsbereiche von Cannabisöl

Cannabisöl ist verschreibungspflichtig und ist nur mit Rezept zu bekommen. Cannabisöl wird unter anderem unterstützend bei einer Chemotherapie eingesetzt, da es den Brechreiz und die Übelkeit lindert, die oft bei dieser Behandlungsform auftreten.  Andere Anwendungsbereiche von verschreibungspflichtigen Cannabisöl-Produkten sind unter anderem diese:

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